Sigmaringen. Mit einem Schreiben vom 9. Juli hat das Bundesverteidigungsministerium Bürgermeister Dr. Marcus Ehm darüber informiert, dass die ehemalige Graf-Stauffenberg-Kaserne im Zuge der geplanten Wiedereinführung des Wehrdienstes in die engere Auswahl für die Reaktivierung von stillgelegten Liegenschaften aufgenommen wurde (siehe Pressemitteilung des Bundesverteidigungsministeriums vom 9. Juli 2026). Obwohl noch keine abschließende Entscheidung getroffen wurde, besteht laut Brief an Dr. Ehm ein hohes Interesse an der ehemaligen Kaserne.
„Wir begrüßen die Entscheidung sehr und werten dies als positives Signal für eine Wiederansiedlung des Bundeswehrstandorts, den wir uns als Stadt und der Gemeinderat wünschen und dass nun weitere Schritte zur Realisierung des Ziels eingeleitet werden können“, so Bürgermeister Dr. Ehm über die frohe Botschaft aus Berlin.
Seit circa einem Jahr steht die Stadt Sigmaringen in engem Austausch mit dem Bundesverteidigungsministerium und der Bundeswehr bezüglich einer möglichen Reaktivierung des Bundeswehrstandorts. Ebenfalls liegt seit Sommer 2025 ein Gemeinderatsbeschluss vor, der besagt, dass die Stadt Sigmaringen die Wiederansiedlung nach besten Kräften unterstützt. „Die nunmehr bekanntgegebene Entscheidung unterstreicht die verbindlichen Verhandlungen der vergangenen Monate“, so Bürgermeister Dr. Ehm.
Weitere Schritte werden die Abstimmung zwischen Bundesministerium und Länder sowie der betroffenen Kommunen sein. Wie es mit der Landeserstaufnahmestelle weitergeht, die auf Teilen des früheren Kasernenareals angesiedelt ist, muss außerdem von Bund und Land geklärt werden.