Sigmaringen. Die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg Stamm St. Fidelis kann sich über ein neues Vereinsheim freuen. Der Verein darf die Liegenschaft in der Georg-Zimmerer-Str. 23 nutzen. Das hat der Verwaltungs- und Wirtschaftsausschuss des Gemeinderats beschlossen. In einem schlüssigen Nutzungskonzept erläuterte der Vereinsvorstand, Magnus Brodmann und Felix Link, die Pläne für die Immobilie.
Die Stadt wird den Pfadfindern die Immobilie für 15 Jahre mietfrei überlassen, mit Option auf Verlängerung. Nur die Nebenkosten muss der Verein selbst tragen. Im Gegenzug möchten die Pfadfinder die Räumlichkeiten selbst sanieren. Die alten Böden sollen raus, es wird tapeziert, gestrichen, die Küche wird aufgerüstet und Sanitäranlagen sollen getauscht werden. In der ehemaligen Wohnung der Immobilie sollen Gruppenräume entstehen. Bis zum Winter soll laut Vereinsvorstand der erste Teil der Renovierungsarbeiten abgeschlossen sein, um noch dieses Jahr mit wöchentlichen Gruppenstunden im neuen Pfadfinderheim beginnen zu können.
2027 ist dann der Ausbau des Dachstuhls geplant. Hier soll es Platz für Begegnung geben. Immer freitags treffen sich die Kinder und Jugendlichen für Gruppenabende und Aktionen.
Aktuell nutzt der Verein noch Räumlichkeiten im 4. Stock des früheren Internatsgebäudes der Liebfrauenschule, das in absehbarer Zukunft abgerissen werden soll, weshalb die Pfadfinder auf der Suche nach einem neuen Vereinsheim waren und bei der Stadt angefragt hatten.
„Wir freuen uns sehr, dass die Immobilie so nun sinnvoll weiter genutzt werden kann und wir den engagierten Jugendlichen eines traditionsreichen Sigmaringer Vereins die Möglichkeiten geben können, ihr reges Vereinsleben weiterzuentwickeln“, sagt Bürgermeister Dr. Marcus Ehm.
Die Immobilie in der Georg-Zimmerer-Straße wartet gleich mit mehreren Vorteilen auf: Großzügige, ebenerdige Lagerflächen bieten Platz für Zelte und Equipment und eine Garage Platz für Bus und Anhänger.
Im Grünen gelegen, in der Nähe zur Donau, zum Jugendhaus oder Kletterpark gibt es viele Outdoor-Möglichkeiten für den Verein. Auch die Anbindung zur Innenstadt wurde vom Vereinsvorstand als Vorteil genannt. Die neue Räumlichkeit bietet viel Platz, etwa auch damit befreundete Pfadfinderstämme dort Zwischenstopp einlegen und gegebenenfalls übernachten können.
„Die neue Räumlichkeit sichert die Zukunft unseres Vereins“, sagt Magnus Brodmann, der sich zusammen mit Felix Link herzlich bei Stadt und Gemeinderatsausschuss bedankte, für die Möglichkeit, das Anliegen vorzustellen.
Beim Stamm St. Fidelis, den es seit mehr als 70 Jahren gibt, sind rund 35 Kinder und Jugendliche sowie zehn Leiterinnen und Leiter aktiv, verbringen Zeit in der Natur, etwa bei Hikes, Zeltlagern oder Aktionen wie dem Rübengeisterschnitzen, ganz nach dem Motto des Stammes: „Echtes Abenteuer erleben. Die Pfadfinder unterstützen wohltätige sowie kirchliche Aktionen wie die 72-Stunden-Aktion, das Christbaumsammeln und den Transport des Friedenslichts.
„Unser Selbstverständnis und Ziel ist es, Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, selbstbewusste und verantwortungsvolle Menschen zu werden“, so Link. Zwei Säulen der pfadfinderischen Methodik seien dafür von besonderer Bedeutung: Mitbestimmung und „Learning by doing“.